Das Design and Technology Lab der Fachrichtung Industrial Design der ZHdK und der Product Development Group der ETH Zürich ist eine hochschulübergreifende Ausbildungsplattform für interdisziplinäre Innovationsprojekte.

An Interchangeable Prosthetic System for Long Stump Amputees

Long Limbs Prosthetics

An Interchangeable Prosthetic System for Long Stump Amputees

Das Design and Technology Lab der Fachrichtung Industrial Design der ZHdK und der Product Development Group der ETH Zürich ist eine hochschulübergreifende Ausbildungsplattform für interdisziplinäre Innovationsprojekte.

Im Auftrag des IKRK entwickelt das Projekt ein bestehendes Prothesensystem für den Einsatz in Krisengebieten weiter. Inhalt des Projektes war die gemeinsame Weiterentwicklung eines bestehenden Prothesensystems des IKRKs für den den Einsatz in Krisengebieten. 
Long Limbs Prosthetics erlaubt einen einfachen Austausch von abgenutzten oder defekten Einzelteilen. Gleichzeitig macht der modulare Aufbau der Prothese eine Anpassung an individuelle Bedürfnisse möglich. Das System besteht aus vier Komponenten: einer Fusshülle aus elastischem Polyurethan in unterschiedlichen Farben und Grössen; einem Kiel, der den Fuss mit dem Gelenk verbindet; einem Sprunggelenk, das den Kiel mit der eigentlichen Beinprothese verbindet; und einer hochbelastbaren Mutter im Innern der Prothese.

Drei Fragen an Vasili Skoromnik:

Du arbeitest in deinem Diplomprojekt mit einem angehenden Maschinenbauingenieur zusammen. Was bedeutet das?

Wir bringen in jedem Projektschritt zwei unterschiedliche, manchmal gegensätzliche Perspektiven ein und wir sind in der Quarantäne nicht alleine. Mal müssen wir konstruktive Fragen gegen solche der Usability abwägen, mal Fragen der Herstellbarkeit gegen konzeptionelle Überlegungen. Wir bringen viel Wissen zusammen und haben einen guten Arbeitsrhythmus, was in der aktuellen Ausnahmesituation enorm viel wert ist.

Womit hast du nicht gerechnet?

Dass ein Maschinenbauer so gut im CAD ist! Und dass die Prothesen des IKRK wirklich low-tech sind und das auch sein müssen. Die Technik stammt quasi aus der Steinzeit: Das komplexeste Teil ist eine Schraube. Wir entwickeln eine sehr einfache und sehr günstige Lösung – eine Herausforderung für das Design.

Was möchtest du als Designer erreichen?

Mir ist es wichtig, reale Probleme lösen zu können. Schöne Dinge für den Konsum zu entwerfen, interessiert mich nicht. Ich möchte dort arbeiten können, wo es wirklich brennt, wo eine Notwendigkeit besteht – zum Beispiel dort, wo Menschen auf eine klug gestaltete Prothese angewiesen sind.

Gestaltung:

Studios Zürich, Basel

 

Umsetzung:

Neusicht

 

Copyright:

©DTL, 2016

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